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Geschichte

GESCHICHTE

100 Jahre Schule Tüßling

Bis ins 17. Jahrhundert lassen sich die Anfänge des Schulleben Tüßlings mittels wissenschaftlicher Aufzeichnungen zurückverfolgen. Lange Zeit - ca. 300 Jahre - existierte diese Schule ohne ihren heutigen festen Sitz; die Schüler wurden zum Unterrichten zeitweise in Heiligenstatt im Mesnerhaus, in einem Nebengebäude des Friedhofs, im damaligen Rath- und Tanzhaus in Tüßling und in Burgkirchen am Wald untergebracht, bis im Jahre 1911 das jetzige Schulgebäude in der Burgkirchener Straße 5 errichtet wurde. Genau 100 Jahre existiert dieser Schulcorpus nun, wenn er auch einige Veränderungen hinter sich hat. Anfänglich stand nur der Hauptteil des Gebäudekomplexes. Im Jahre 1965 wurde dann der Mittelteil fertiggestellt und bereits sechs Jahre darauf wurde das Schulhaus um einen Anbauwinkel erweitert. Als im Jahre 1995 die früheren Lehrerwohnungen in Büros umgebaut und das Handarbeits-, Lehrer-, Elternsprech-, und Arztzimmer hinzugefügt wurden, hatte das Schulhaus schließlich die Form angenommen, die man heute kennt. 1998/99 wurde mit Hilfe der Eltern ein Grundschulpausenhof gebaut. Doch auch der Pausenhof der Hauptschule wurde neu gestaltet: Das geschah 2010/11 im Zuge der energetischen Komplettsanierung der Grund- und Mittelschule Tüßling. Diese Sanierung schließt alle anderen Umbauarbeiten soweit ab und setzt einen Rahmen um das 100jährige Bestehen der Tüßlinger Schule. Die Schulfamilie kann also freudig das Jubiläum ihres wunderschönen, traditionsverbundenen, aber dennoch modernen Schulgebäudes feiern und wünscht ihm weiterhin alles Gute! 

Doch nicht nur äußerlich hat sich über die Jahre hinweg einiges getan - auch das Innenleben wandelte sich häufig.
So hatte die Schule seit 1901 bis heute acht verschiedene Rektoren. Adolf Golling, Johann Mundel, Alois Meffert, Ferdinand Güntner, Helmut Hintermeier und Heinrich Schrödl leiteten die Schule bis Isolde Grätzl im Jahr 2004 dieser Männerdynastie ein Ende setzte und die neue Rektorin der Grund- und Mittelschule wurde. Tatkräftig steht ihr dabei seit dem Schuljahr 2010/11 Konrektor Christian Kröll zur Seite. Seine Vorgänger waren Rainer Langseder (2006 - 2010) und Hans Daimer, der sich in der Zeit seines Wirkens von 1995 bis 2006 große Verdienste für die Schule erwarb. Besonders hervorheben muss man außerdem die Lehrkräfte Ingeborg Michalke und Eva Becker, die mit jeweils knapp 40 Jahren Amtszeit zu Urgesteinen der Schule geworden sind. Ruhm und Ehre gebühren auch der ersten Sekretärin Erika Henghuber, die von Dezember 1978 bis Oktober 2010 mit großem Einsatz für die Schule arbeitete und den PC in der Verwaltung einführte, und dem langjährigen Hausmeister Leo Gallhauser.

Im Gründungsjahr 1911 konnte die Schule 146 Schüler verzeichnen. Das Jahr mit der größten Schüleranzahl bisher war das Jahr 1976: 425 Kinder und Jugendliche besuchten zu diesem Zeitpunkt die Volksschule Tüßling. Heute, im Schuljahr 2011/2012, ist die Schülerzahl auf 240 zurückgegangen, doch verglichen mit dem Gründungsjahr 1911 ist sie - im Laufe der letzten 100 Jahre - um 60 % gestiegen. 
Im Jahr 1956/57 gehörten zum Schulsprengel die Gemeinden Tüßling, Unterburgkirchen, Polling und Oberbergkirchen, 1967/68 wurde die Schule in Mörmoosen aufgelöst.
Seit 1980 gehören zum Schulsprengel der Hauptschule die Gemeinden Tüßling, Polling, Teising und Oberneukirchen, das 2006 den Schulverband verließ.
Seit dem Jahr 2007 ist Tüßling eine Vollschule mit den Klassen 1 bis 9; zuvor gehörten die Klassen 5 und 6 zur Grund- und Teilhauptschule Polling. Seit dieser Zeit ist Polling eine Grundschule. Des Weiteren trägt die Schule seit dem Jahr 2011 einen neuen Namen: Die Grund- und Mittelschule ersetzt nun die Volksschule. Dieser neue Titel bildet einen weiteren wichtigen Meilenstein der Schulgeschichte.

Seit dem Schuljahr 2011/12 besteht für die Mittelschule ein Verbund mit den Schulen Altötting, Neuötting und Reischach. Schon ein Jahr zuvor entschied sich die Gemeinde Polling für den Verbleib ihrer Hauptschüler in der Hauptschule Tüßling.

Im Laufe der Zeit haben sich außerdem verschiedene Leitsätze herausgebildet, die durch das vorherrschende gute Schulklima möglichst realisiert werden. So sollen die Schüler beispielsweise zu einer positiven Grundeinstellung zum Leben und zu einem respektvollen Umgang mit Dingen und Lebewesen erzogen werden. Auch die Eltern tragen zu dieser Schulgemeinschaft bei, da sie sich aktiv miteinbringen und so das Schulleben mitgestalten.

Januar 2012 Martina Kurz

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